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26. Juni 2024

Förderung für Wärmepumpen reicht bis maximal 70 Prozent

Wärmepumpen – Mehrfamilienhaus, Weslarner Straße, Bad Sassendorf.
Bild: © Stadtwerke Soest

 

Nachhaltig Heizen oder Kühlen – das geht. Im besten Fall sogar für relativ kleines Geld, denn der Staat – Bund, Land oder Kommune - fördern in vielen Fällen ordentlich mit. Die Stadtwerke Soest – im Bereich der Energiedienstleistungen (EDL) - sind u. a. Experten, sowohl für Wärmepumpen und deren technische Möglichkeiten, als auch für die Fördertöpfe der unterschiedlichen Geldgeber. „Grundvoraussetzung für die Förderfähigkeit ist eine Effizienzquote von mindestens Faktor 3,5 beim Wandel von elektrischer zu Wärmeenergie“, erläutert Marc Wahl von den Stadtwerken.

 

Heizsysteme müssen effizient sein

 

Diese Effizienz bei der sogenannten „Jahresarbeitszahl“ als technische Mindestanforderung ist in der Regel bei Heizsystemen in Neubauprojekten kein Problem. „Die Systeme funktionieren meist mit dem Prinzip der Fußbodenheizung, was geringe Vorlauftemperaturen voraussetzt, um dennoch äußerst effizient zu sein“, so Marc Wahl. Beim Umbau von Bestandsimmobilien von der klassischen, fossilen Gas- oder Ölheizung mit Radiatoren im Haus auf Wärmepumpen ist der notwendige Effizienzfaktor mit der fortgeschrittenen Wärmepumpentechnologie ebenfalls zu erreichen. „In vielen Fällen funktioniert es auch dort, aber um sicher zu gehen, muss man sich die Gebäudedetails schon sehr genau ansehen“, verrät Fachmann Marc Wahl.

 

Förderungen prüfen

 

Bei den Fördertöpfen für klimaschonende Wärmepumpen gibt es eine Vielzahl von potentiellen Unterstützern. „Unser Ziel ist es, mit unserer Erfahrung auch in diesem Bereich unsere Kunden zu unterstützen“, fasst es Wahls Kollege Patrick van Heek zusammen. „Bei dem Dschungel an sich teilweise widersprechenden Vorgaben, sehen wir es als unsere Aufgabe, den Wust so abzubilden, dass sich unser Kunde nicht selbst durchkämpfen muss. Die EDL bietet nicht nur im Wärmebereich ganzheitliche und schlüsselfertige Lösungen an, in denen „alle für den Kunden relevanten Parameter bereits qualifiziert vorliegen.“

 

Förderung von Privat- und Gewerbekunden

 

Förderfähig ist im Grunde alles, was mit der Modernisierung eines fossilen Heizungssystems zu tun hat. „Das bezieht sich grundsätzlich auf Geschäfts- und Privatkunden gleichermaßen“, erläutert Marc Wahl. Es gebe eine Grundförderung von 30 Prozent für Gasheizsysteme, die mehr als zwanzig Jahre alt sind, dazu kämen Geschwindigkeitsboni für besonders frühe und besonders zeitlich engagierte Projekte und Effizienzboni oder Zuschüsse für besonders natürliche Kältemittel wie etwa Propan. „In einigen Bereichen können auch bis zu 50 Prozent der Fachplanung und Baubegleitung durch ein Ingenieurbüro (Energie-Effizienz-Experte) gefördert werden.“ Diese Kosten lägen bei größeren Anlagen rasch im sechsstelligen Bereich, sodass eine teilweise Kostenübernahme für viele Interessierte sehr lukrativ sei, bringen es Marc Wahl und sein Kollege Patrick van Heek auf den Punkt.

 

Mehr Informationen:
Marc Wahl / Patrick van Heek
Energiedienstleistungen
T 02921.392-303                 T 02921.392-160    
M.Wahl@stadtwerke-soest.de
P.vanHeek@stadtwerke-soest.de

 

Mehrfamilienhaus mit 17 Wohneinheiten – Bad Sassendorf. Bild: © Stadtwerke Soest

Wärmepumpen-Projekt auf einen Blick:

17 Wohneinheiten – Drei Wärmepumpen

 

Die Leistungsfähigkeit der Stadtwerke Soest und der EDL bei Planung und Umsetzung großer Wärmepumpenprojekte zeigt sich am besten anhand konkreter Beispiele – wie hier  ein gerade fertiggestelltes Mehrfamilienhaus in Bad Sassendorf.

Es geht um ein Mehrfamilienhaus mit insgesamt

17 Wohneinheiten

und einer Gesamtwohnfläche von rund

1.160 Quadratmetern, die beheizt werden muss.

Dafür benötigt werden rund

37,5 KW Heizleistung, die aus

drei in Kaskade geschalteten Wärmepumpen erzeugt wird.

Auch die

Warmwasseraufbereitung ist Teil der Aufgabe.

Die Jahresgesamtenergie, die verbraucht wird, liegt in dem Gebäude bei rund

65.000 kWh Wärmeenergie, was durch die Wärmepumpen im Vergleich zu einer herkömmlichen Gastherme einer CO2--Einsparung von etwa

18,6 Tonnen CO2 pro Jahr entspricht.

 

Das Projekt ist gut verlaufen und wurde zu einem erfolgreichen Ende gebracht. Ähnliche Projekte mit Wohneigentümergemeinschaften oder Bauherren-Modellen sind derzeit in Planung bzw. in Umsetzung. Die entsprechenden Förderungen über die BEG, die KfW, die BAFA bzw. das Land Nordrhein-Westfalen oder eine bestimmte Kommune wurden von den Stadtwerken Soest recherchiert, beantragt und abgerufen.